31. October 2011

Zeitumstellung ganz groß

So, nun haben wir alle unsere Uhren umgestellt. Gestern konnten wir »eine Stunde länger« etwas machen. Eine Stunde länger schlafen, auf dem Sofa liegen, spazieren gehen, rumbummeln. Ich liebe das! Insbesondere dieses tolle Gefühl, die Uhr nicht einfach in der Nacht umzustellen, sondern mitten am Tag zu sagen: So, jetzt gönne ich mir die Stunde.

Wäre es nicht wunderbar, statt läppischen 60 Minuten ganze 1.440 Minuten zu bekommen? (Das sind 24h, also ein Tag, für alle Rechenfaulen.)
Unser ultimative Weinkalender AUSLESE 2011 macht’s möglich: Pünktlich zur Zeitumstellung schenken wir allen Kalenderbenutzern einen Tag! Gratis, einfach so.
Statt dem Kalender zu folgen und heute schon auf den ersten November zu blättern, könnt ihr den Tag genießen und in einem kalendarischen Vakuum verbringen.

AUSLESE 2011 Kalendarium Oktober

Naja, allen Angestellten in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland, die morgen einen Feiertag haben, bieten wir hier natürlich den heißgeliebten Brückentag noch als Download an. Einfach ausdrucken, ausschneiden und einkleben. Aber bitte nur im Oktober!

21. September 2011

Auslese 2011

Auslese
2011

21. June 2011

Festwein

AUSLESE 2011: Weinetikett Heiliger St. Alban

Das Jahr schreitet gewohnt zügig voran und unser Weinkalender AUSLESE 2011 wird immer dünner. Das ist das Schicksal eines Abreißkalenders. Dafür wächst die Zahl der frei werdenden Etiketten aus dem Kalender. Vor einiger Zeit hatte ich den “Tafelwein”: präsentiert, doch dieses Mal gab es etwas zu feiern: einen Geburtstag. Und da darf eine schöne Flasche Sekt nicht fehlen. In diesem Fall wars ein durchaus feiner Rieslingsekt.

Festwein-Etikett auf Sektflasche

Dem Weinkalender habe ich daher das Dezember-Etikett entnommen, das wir unter dem Titel Festwein eingebaut haben. Beschriftet mit »Heiliger St. Alban« spielt es auf den enthauptet von Bodenheim nach Mainz gelaufenen Schutzpatron aller Migräne-Patienten an. Passenderweise wird ihm genau heute, am 21. Juni gedacht und da freut es mich umso mehr, das Etikett in der Anwendung zu zeigen.

Der heilige St. Alban trägt für gewöhnlich seinen Kopf unter dem Arm (z. B. hier), das fanden wir als Weinetikett aber doch unpassend und haben ein anderes Portrait gewählt. Es handelt sich – passend zum Thema Legende – um einen Altmeister der Fiktion, französischer Herkunft. Wer ihn richtig benennt bekommt ein Etikett geschickt – aber ohne Sektflasche.

20. April 2011

Ein ganz besonderer Tafelwein

Endlich einmal komme ich dazu, eines der Etiketten aus unserem Weinkalender Auslese 2011 zu präsentieren. In jedem Monatsblatt steckt nämlich ein Weinetikett zum Sammeln und Liebhaben!

Etikett vom Auslese2011-Tafelwein

Der Monat Februar hatte das Etikett »Tafelwein«. Und normalerweise ist ein Tafelwein die einfachste Qualitätsstufe, die ein Wein überhaupt haben kann. Alles was nicht einmal die Prüfung zum Tafelwein besteht, darf gar nicht (als Wein) in den Handel gebracht werden. Dies dient in erster Linie dem Schutz der Verbraucher, denn sonst könnte jeder dahergelaufene Panscher eine alkoholische Flüssigkeit als »Wein« verkaufen. Was also zum Tafelwein nicht reicht, kann ggf. noch Essig oder letztlich Industriealkohol werden. Jaja, so tief kann ein Traubensaft sinken!

Wer im Kalender jedoch den Text zum Chardonnay gelesen hat, der weiß, dass mancher Tafelwein hingegen gar ein besonderer Tropfen ist. Denn es gibt immer wieder Winzer, denen das strenge Weingesetz zu wenig Spielraum für eigene Ideen lässt. Und so geben sie geradewegs einen feuchten Kehricht auf die Qualitätskontrolle und verkaufen ihren ganz individuellen Charakterwein unter der einfachsten aller möglichen Bezeichnungen. Im Falle des Chardonnay stieß seinerzeit der Barrique-Ausbau auf die Mißgunst der Weinprüfer. Es wurde das störende Vanille-Aroma des kleinen Eichenholzfasses bemängelt. So wurde der Wein kurzerhand als Tafelwein deklariert und als solcher mit erhobenem Haupt verkauft.

Ein Tafelwein für 9 Euro also? Bei Winzer Marcus-Paul Landenberger, in dessen Weinkeller wir unseren Kalender im Dezember präsentiert haben, kein Problem. Er geht ebenfalls den Weg, (einige) Weine nur nach seiner eigenen Meinung auszubauen. Den vermeintlichen Makel, seine Arbeit dann als Tafelwein zu dekalieren nimmt er dabei gerne in Kauf. Da es auch bei »Qualitätswein mit Prädikat« durchaus wenig erfreuliche Tropfen geben kann, bleibt es sowieso jedem Weintrinker selber überlassen, über den Wein zu urteilen.

Tafelwein auf einer Schwalbe (Motorroller)

Aber zurück zum Etikett. Mit diesem Wissen im Hinterkopf war es ja schon unumgänglich, auch in unserem Weinkalender einen Tafelwein unterzubringen. Aber natürlich einen ganz besonderen, der nur vermeintlich hinter den anderen zurücksteht. Und so haben wir uns kurzerhand einem alten Wortspiel hingegeben, 15 € in die dafür bereitstehende Kasse gezahlt und einen echten Tafel-Wein kreiert: Mit echtem Tafellack, der mit Siebdruck auf das Etikettenpapier gedruck wurde. Darüber wurde die sparsame Beschriftung – ebenfalls per Siebdruck – in weißer »Kreide«-Schrift gedruckt. Und so bleibt auf dem einfachen Etikett eine Menge Spielraum für persönliche Freiheit und Experimente. Einige von ihnen können getrost mit einem »Schwamm drüber« vergessen werden. Und einige können zu wahren Kunstwerken werden und als flüchte Augenblicke in Erinnerung bleiben.

Und somit passt das Etikett ja wieder ganz perfekt zum Inhalt, der als Tafelwein deklariert wird.

14. April 2011

Auslese 2011 im Interview bei descom.de

Ansicht der Website www.descom.de mit Interview

Neulich hatten wir Besuch von Julia Riedel, die hier in Rheinland-Pfalz für descom verantwortlich ist. descom ist das Forum für Design und Kommunikation, das Designkompetenz in Rheinland-Pfalz mit vielfältigen Aktivitäten und Angeboten stärkt. descom ist eine konkrete Anlaufstelle für die Thematik Design besonders für kleine und mittlere Unternehmen im Land. Und mit Julia haben ausführlich über unseren Weinkalender und die Hintergründe der Kooperation in diesem Projekt geredet. Wer also einen Einblick in den Entstehungsprozess unseres Weinkalenders erhalten möchte, ist herzlich eingeladen, das Interview hier in voller Länge zu genießen.

24. January 2011

AUSLESE 2011 bei der internationalen Kalenderschau Stuttgart prämiert

ausgezeichnet

Der Weinkalender AUSLESE 2011 wurde in bei der Internationalen Kalenderschau Stuttgart gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet! Wir sind stolz auf den Award of Excellence für das beste durchgängige Konzept sowie den Internationalen Kodak Fotokalenderpreis.

Die 61. Internationale Kalenderschau wurde vergangenen Donnerstag (20. 01.) von Dr. Hans Freudenberg, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium, eröffnet. Zudem wurden die in der Fachwelt begehrten Preise verliehen. Veranstalter der weltweit größten Kalenderausstellung sind das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, der Graphische Klub Stuttgart e.V., die Kodak GmbH Stuttgart und der Verband Druck und Medien in Baden-Württemberg.

Es wurden 1.056 Kalender eingereicht – aus Deutschland und neun weiteren Ländern – von denen elf Kalender mit dem „Award of Excellence“ für außergewöhnliche Einzelleistungen im Kalenderschaffen ausgezeichnet wurden. Alle Fotokalender wurden zusätzlich von der Kodak Fotokalender Jury begutachtet. Sie zeichnete zwölf Kalender mit dem Internationalen Kodak Fotokalenderpreis 2011 aus.

Großes Lob gebührt natürlich Achim Reissner, dessen tolle Arbeit mit dem Fotopreis besonders gewürdigt wird. Bereits im letzten Jahr wurde unsere Carte Blanche mit einem »Prädikat Bronze« ausgezeichnet und wir sind sehr froh, den Erfolg gemeinsam mit der Druckerei WolfPrint in diesem Jahr zu wiederholen.

Preisträgerfoto AUSLESE 2011
Stolze Preisträger: Julia Winternheimer, Lena Weissweiler, Simon Wehr, Achim Reissner

Wir sind alle zusammen nach Stuttgart gefahren und haben unsere Auszeichnungen in Empfang und die anderen Kalender in Augenschein genommen. Das ist natürlich immer eine Reise wert.

Die Internationale Kalenderschau 2011 ist vom 21. Januar bis 13. Februar täglich von 11 bis 18 Uhr im Haus der Wirtschaft in Stuttgart, Willi-Bleicher-Straße 19, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Lena Weissweiler vor dem Ausgezeichneten Kalender

PS:Die Internationale Kalenderschau 2011 wird vom 17. Februar bis 13. März 2011 auch im Regierungspräsidium Karlsruhe, Rondellplatz, zu sehen sein.

Und noch ein Breicht zur Kalenderschau bei slanted

Fotos (2): Udo Beier

24. January 2011

Auslese 2011 im Netz

Ganz kurz nur möchte ich erwähnen, dass unser Kalender so langsam in Netz seine Kreise zieht. Fontblog hat im Dezember über uns berichtet, nun auch die Papierbotschaft und die Genussverstärker. Das freut uns natürlich sehr! Übrigens wurde AUSLESE 2011 auch bereits mit den ersten Preisen belohnt, aber dazu gleich mehr …

7. January 2011

Nachlese zur Ausstellung AUSLESE 2011

Impressionen der Ausstellung AUSLESE 2011

Kurz vor Weinachten wurde es noch einmal hektisch in unserem Büro. Wir hatten die lustige Idee zu unserem Weinkalender AUSLESE 2011 noch geschwind eine Ausstellung zu organisieren. Von der ersten Idee bis zur Vernissage hatten wir gerade einmal zwei Wochen Zeit. Aber wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. An zwei Tagen kamen trotz Eis und Schnee knapp 100 Besucher in den Weinkeller. Sie nahmen unseren Kalender prüfend in Augenschein und den Wein von Marcus Paul Landenberger prüfend in den Mund. Es war eine sehr angenehme und gemütliche Atmosphäre und wir hatten viele spannende Gespräche mit den Besuchern. Ganz herzlichen Dank auch an dieser Stelle an den Winzer Marcus Paul Landenberger, der uns so spontan und unkompliziert seinen charmanten Keller zur Verfügung gestellt hat. Und vielen Dank natürlich auch an alle Besucher!

Impressionen der Ausstellung AUSLESE 2011

Impressionen der Ausstellung AUSLESE 2011

Fotos: Konrad Wehr

11. December 2010

Auslese 2011 – Ausstellung und Weinprobe

Viel Arbeit haben wir alle in diesen Weinkalender gesteckt. Und es wäre ein Jammer, ihn nicht ein wenig zu feiern. Deshalb haben wir – noch rechtzeitig vor Weihnachten – eine Ausstellung anberaumt.

Wir konnten den Mainzer Winzer Marcus Paul Landenberger gewinnen, uns seinen charmanten Weinkeller zur Verfügung zu stellen. Wir denken, das ist ein sehr passendes Ambiente für den Kalender. Und als Schmankerl obendrauf veranstaltet der Hausherr dann auch gleich eine Weinprobe! Es lohnt sich also doppelt, zu kommen! Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen, zu schauen und zu schmecken! Der Eintritt ist natürlich frei.

Einladung zur Ausstellung und Weinprobe

Ausstellung: Eine neue Art von kunstvoller Wein-Fotografie und zugänglicher Information rund um die saftige Traube. Puristisch, subtil und garantiert ohne Rebenromantik. Präsentiert wird der Weinkalender im passenden Ambiente des
Weinkellers.

Weinprobe: Im einzigen Weingut der Mainzer Innenstadt präsentiert Marcus Paul Landenberger seine Weine. Mit dabei sind die Spitzenprodukte der vergangenen Jahre und Empfehlungen zum Weihnachtsmenü.

Vernissage: Samstag 18.12. 15 Uhr
Ausstellung: Sa. 18.12. & So. 19.12.2010 jeweils 15 – 18 Uhr
Weinkeller AK4 | im Weingut Marcus Paul Landenberger
Adam-Karillon-Straße 4 · 55118 Mainz-Neustadt · Eintritt frei

Ausstellungs-Einladung als PDF laden.

10. December 2010

Auslese 2011 im Versand!

Auslese 2011 – Simon und Lena unterschreiben und packen

Jawoll! Jetzt haben wir es geschafft! Der große Schwung Kalender ist verpackt und verschickt. Jetzt kommen noch die Nachzügler und Presse-Exemplare dran.
Mal wieder haben wir eine schöne Zeit in der Druckhalle in Ingelheim zugebracht und 150 personalisierte Anschreiben unterschrieben und etwa 200 Kalender liebevoll von Hand verpackt! Ich liebe es ja, ab und zu diese Tage zwischen den großen Maschinen zu verbringen und zur Abwechslung mal etwas Anderes zu arbeiten – ganz ohne Computer. Natürlich freut man sich nach anderthalb Tagen Packtisch und Maschinenlärm wieder auf ein gemütliches Telefongeklingel im Büro.

Wenn man sich überlegt, dass die fleißigen Damen der Druckerei WolfPrint für uns ja doch einiges mehr auf sich nehmen mussten. Immerhin galt es 26 000 Bogen Papier zu Perforieren und zu binden, 12 000 Weinetiketten von Hand in die Kalenderblätter einzustecken und schließlich Gewebestreifen und Aufhänger anzubringen. Natürlich alles in Handarbeit! Herzlichen Dank an diese fleißigen Finger!

Auf jeden Fall freuen wir uns, den größten Teil hinter uns zu haben und noch gerade rechtzeitig zur Weihnachtspost die Kalender zu verschicken. Natürlich haben wir uns noch etwas ganz besonderes dazu ausgedacht, quasi eine Release-Party. Aber dazu im nächsten Artikel mehr …

Auslese 2011 – Briefmarken

6. December 2010

Auslese Website überarbeitet

So, die Website zu unserem Weinkalender ist nun in etwa so fertig, wie der Kalender selbst! Das freut mich sehr und wir sind einen weiteren Schritt voran gekommen, um den Kalender noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel unters Volk zu bringen. Eine erste exklusive Präsentation beim Deutschen Weininstitut hatten wir bereits heute morgen.

An dieser Stelle gebührt noch unserem lieben Kollegen Gerrit ein großer Dank, denn er hat es möglich gemacht, dass nun die weinkalender-relevanten Themen dieses Weblogs auch unter www.auslese2011.de angezeigt werden!

Was den Kalender angeht, der geht diese Woche noch in den Versand! Juchee!

23. November 2010

Stapelweise Kalender – jetzt aber hurtig!

Auslese-2011-Kalender liegen auf Paletten

Letzte Woche waren wir mal wieder in der Druckerei und haben uns über den Stand der Produktion unseres Kalenders informiert. Und da lagen sie bereits stapelweise! Es ist schon immer wieder beeindruckend, wenn so ein Stück Arbeit vom Monitor in die Druckerei wandert und erst auf lauter Palettchen die Druckbogen liegen und schließlich die fertigen Prachtexemplare bereit stehen. Alle 26(!) Seiten sind nun zusammengetragen, perforiert und geheftet, die 12 Weinetiketten zum Sammeln und liebhaben sind in die eigens angelegten Schlitzungen eingesteckt. Und die Etiketten haben es in sich! Siebdruck mit Tafellack, UV-Lackierung, Heißfolienprägung, Prägedruck, Formstanzung, ja sogar Rubbellack ist dabei! Edle und zum einzelnen Etikett passende Spezial-Etikettenpapiere natürlich inklusive! Ihr dürft also mächtig gespannt sein, was wir zusammen mit der Druckerei Wolf, mit Achim und Ina da schönes gezaubert haben!

Momentan wird jeder Kalender noch mit einem edlen Gewebeband aus dem Hause Peyer (die auch für Carte Blanche das Einbandmaterial hergestellt haben) versehen. Ein wenig tüfteln wir noch an einer sinnvollen Aufhängung. Es gibt immer wieder Dinge, an die man vorher nicht denkt (beim ersten Mal). Zum Beispiel, dass ein Kalender zwar mit zwei Löchern schöner hängt, aber seltener aufgehängt wird. Denn wer schlägt schon zwei Nägel so in die Wand, dass der Kalender auch wirklich gerade hängt?

Bald drucken wir noch ein schönes Anschreiben – nach alter Tradition natürlich auf die aufgehobenen Andruckbogen! Direktrecycling nennt man das heutzutage. Und wenn der Adressaufkleber auf die Verpackung kommt, dann fehlt nur noch der Postversand! Bald schon Kinder, wird’s was geben! Wie oft wir noch wach werden müssen, verrate ich aber noch nicht …

4. November 2010

Weindesign

Erwähnte ich, dass wir einen Weinkalender produzieren?

Was ich noch verschwiegen habe ist, dass wir zu dem Kalender auch 12 Etiketten zum Sammeln und Liebhaben dazulegen. Und natürlich haben wir uns vorher kräftig umgesehen, was so geht, in der Welt der Etiketten. Nunja, viel ist es nicht, wenn man auf die Masse der heimischen Winzer schaut. Haus / Wappen, Traubenname und Pflichtangaben – das wäre so das Standardprogramm eines einfachen Weines. Im Laden, sei es Supermarkt oder Fachgeschäft wird’s dann etwas besser: Ein schönes Papier, die fast schon obligatorische Goldprägung und irgendeine schöne Stahlstichschrift in Kapitälchen. Insgesamt gibt es aber wenig, was das Designerherz ernsthaft erfreuen würde.

Aber natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, die sich frech und ungewöhnlich oder einfach nur schööön von der Masse abheben. Einige davon werde ich demnächst in loser Folge vorstellen.

Fangen wir mit einem bunten Vogel der lokalen Weinszene an: Anthy R. Hammond von der Garage Winery im Rheingau vertreibt Weine die so gar nicht nach hohem Kulturgut und konservativem Weingeschwätz aussehen. Und genau so soll’s sein. Frech, jung aber deswegen trotzdem guter Wein. Gerade deswegen gibt es auch Weine in der kleinen Partyflasche. Denn wer auf Bier und Bionade keine Lust hat, der soll mit einer Flasche Wein genauso cool rumstehen können. Probiert habe ich die Weine noch nicht, spannend klingt es allemal. Also hier sind Goldmarie, Rosamunde und Rotbart.

Weine der Garage Winery

Als Weinbatterie werden diese drei übrigens in der Deli Garage angeboten, die noch einige andere sehr schöne garagenartige Verpackungen für Gourmetschrauber anbietet. Hier seien nur Ölwechsel und Mehrzwecknudeln erwähnt.

6. October 2010

Übersicht schaffen mit Infografiken [Update]

Gerrit hat es gerade so schön geschrieben, aber da wir unseren Weinkalender Auslese 2011 auch mit 12 wunderbaren Infografiken gespickt haben, möchte ich es noch einmal darstellen.

Eine Grafik des Guardian sol die verwirrenden gegenseitigen Klagen in der Mobilfunkbranche darstellen. Und, nunja, die Grafik stellt es doch sehr gut dar:

Prozesse Mobilfunk

Geradezu mutwillig sind einige Anbieter so platziert, dass die Grafik ja nicht zu übersichtlich wird. Wenn die verworrene jeder-klagt-jeden-an-Struktur die Kernaussage war, dann hat die Grafik wohl ihr Ziel erreicht. Doch nicht jeder wollte die Verwirrung dargestellt haben. George Kokkinidis hat daher eine andere Lösung vorgestellt. Sie sieht nicht nur schöner aus, sie schafft auch mehr Übersicht und zeigt auf den ersten Blick, was vorher gut versteckt war: Nokia hat den meisten Streit an der Backe. Das schöne, moderne Kreisdiagramm:

george kokkindis

Der eine oder andere Strich erscheint unnötig lang bzw. durchkreuzt den Kreis. Das rührt daher, dass die Namen der beteiligten Unternehmen alphabetisch angeordnet sind. Wenn es (noch) mehr Beteiligte gäbe, könnten wir eigentlich nur dank der Sortierung bestimmte Anbieter finden.

Letzlich muss dem Gestalter immer klar sein, was die Grafik vermitteln soll. Jede Infografik verfolgt eine bestimmte Aussage und sollte dafür erstellt werden, genau diese Aussage zu kommunizieren. Das klingt nach Propaganda? Nunja, der Glaube an eine objektive Infografik ist in etwa so naiv wie der Glaube an ein objektives Foto.

PS: Soeben kommt Lena mit dem ersten Prototypen des Kalenders aus der Druckerei zurück und wir sind alle sehr aufgeregt! Mehr dazu in den kommenden Tagen …

UPDATE: Das Thema läuft gerade quer durchs Netz und verschiedene Designer nehmen sich ihm an. So ist bei Information Is Beautiful eine ganz andere Grafik erschienen, die mehr Information intergriert und dadurch Verständnis schaffen will.

20. September 2010

Auslese 2011: Postkarten

Die moderne Technik macht schöne Dinge möglich: So gibt es inzwischen den sogenannten »digitalen Siebdruck«. Der hat zwar mit einem Sieb soviel zu tun, wie eine Flasche Bier mit unserem Weinkalender, aber das soll uns nicht davon abhalten, diese Technik zu nutzen, gell?.

Und so haben wir kurzentschlossen eine kleine Auflage an Werbepostkarten für unseren Kalender erstellt. In weiß auf schwarzem Papier mit einer ganz speziellen Haptik. (Plike von Schneidersöhne, wer’s genau wissen will.) Der Druck ist ein Flachbett-Tintenstrahldruck bei dem deckend weißes Pigment auf nahezu jeden Druckträger aufgebracht werden kann. Kleinstmögliche Auflage: 1 – is ja Digitaldruck. Wir haben aber lieber 40 genommen …

Infografik by Wehr & Weissweiler

Wer sowas schönes druckt? Die Colour Connection aus Frankfurt, bei der wir auch schon morgens um 4 Jubiläums-Frühstückszeitungen für die Hoist Group und andere digitale Späße produziert haben.

Das Motiv zeigt übrigens eine unserer Infografiken, die den Weinkalender mit schönem Hintergrundwissen aufpolieren. So kann beim nächsten Stammtisch immer prima mit Wissen geprahlt werden. Wer hätte schon gewusst, dass die »Sachsenkeule« tatsächlich eine Weinflasche ist?

16. September 2010

Auslese 2011 im Druck

Meinen Arbeitstag habe ich gestern in der Druckerei Wolf in Ingelheim verbracht. Die ersten acht Druckbögen für Auslese 2011 unseren Kalender für 2011 sind gedruckt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wieviel Handwerk hinter all den riesigen Druckmaschinen steht, und was das geschulte Auge im Gegensatz zu den Maschinen alles wahrnehmen kann.
Allein schon aus dem Grund, dass wir Designer manchmal so viele Stunden in einer Druckerei zu Gast ist, lohnt es sich immer wieder darauf zu achten, dass man nicht nur mit einer technisch exzellenten Druckerei zu tun hat, sondern am besten auch mit einer freundlichen. So macht das arbeiten gleich viel mehr Spaß. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Thorsten und Helga Winternheimer, Herrn Thörle und Herrn Ditt.

6. September 2010

Auslese 2011 kommt!

Ich habe ja bereits von unserem neuen Mammutprojekt geflüstert. Ein offenes Geheimnis ist, dass unser neuer Kalender für 2011 ein Weinkalender wird. Zusammen mit Achim haben wir ganz hervorragende Fotos erarbeitet und Achim hat wirklich ganz tolle Arbeit geleistet. Zwei Tage offene Weingläser und -flaschen unter Fotolampen – fragt mal unsere Bürokollegen im R40 was das für Luft gibt!

auslese 2011

Inzwischen sind auch ganz wunderbare Texte von der lieben Ina aus dem Wonderländ eingetroffen, die dem geneigten Betrachter nähere Informationen über Reben verzählen. Wir sitzen hier derweil fleißig und spicken den Kalender mit feinen Infografiken made in Mainz. Haben wir ja schon öfter gemacht.

Und weil wir gelernte Designer und nicht angehende Winzermeister oder gar Weinanalytiker sind, haben wir uns natürlich fachkundige Hilfe geholt beim Weingut Braun Nierstein und beim Weinlabor Krauss.

Infografik Auslese 2011

Im nächsten Schritt müssen wir nun alle Einzelteile zusammenfügen, das grafische Konzept prüfen, überarbeiten undsoweiter. Und Thorsten von WolfPrint sitzt nun auch schon auf heißen Kohlen und uns im Nacken, denn er darf als nächstes den Kalender be- oder besser: verarbeiten.

Nachdem nun schon die Spekulatius in den Regalen stehen wird uns auch langsam bewusst, dass der Jahreswechsel dieses Jahr wieder sehr plötzlich kommen wird. CarteBlanche ist etwa im Dezember fertig geworden. Unser erklärtes Ziel ist, dieses Jahr früher zu sein.

Und um über den neuen Kalender auch angemessen berichten zu können, haben wir soeben eine kleine Website eingerichtet, die auf den Namen Auslese 2011 hört. Wer jetzt errät, wie unser neuer Kalender wohl heißen wird, wird auf die Adressliste geschrieben und bekommt einen, sobald wie möglich! Die Website wird noch wachsen, fürs erste wollte ich nur die Adresse schon einmal streuen.

9. August 2010

Unser neues Projekt

Heute ist bei uns Aufregung angesagt.
Soeben ist Achim Reissner, Fotograf aus Hochheim, mit seinem Kombi vorgefahren. Randvoll mit Fotoausrüstung wird er heute unser Büro in ein Fotostudio verwandeln. Wir werden heute die Fotos für unser neues Kalenderprojekt aufnehmen. Gemeinsam mit Achim und Thorsten Winternheimer von der Druckerei WolfPrint in Ingelheim wollen wir an den Erfolg von Carte Blanche anknüpfen. Ihr dürft also gespannt sein! Bislang sei nur so viel verraten: Wir haben hier etliche Gläser und etliche Flaschen Wein stehen ;-)